Wo KI beim Wissenstransfer helfen kann
KI kann beim Aufbereiten vorhandener Informationen unterstützen. Für eine Wissensübergabe bleibt jedoch die entscheidende Frage, ob eine Aussage aus einer verlässlichen Quelle stammt und für die konkrete Aufgabe richtig ist.
Der folgende Ablauf beschreibt einen vorsichtigen Einsatz. Er setzt voraus, dass Werkzeuge, Daten und Verarbeitung für den jeweiligen Zweck freigegeben sind.
Geeignetes Ausgangsmaterial auswählen
Beginnen Sie mit Unterlagen, die zur Aufgabe passen und verwendet werden dürfen. Ein freigegebenes Dokument kann bereits genügen. Vertrauliche Informationen oder personenbezogene Fälle werden nicht allein deshalb eingegeben, weil die Verarbeitung technisch möglich ist.
Bei einer Gesprächsaufzeichnung müssen Zweck und Rahmen vorher geklärt sein. Ohne Aufnahme können abgestimmte Notizen als Grundlage dienen.
Einen Entwurf mit Quellenbezug erstellen
Ein sinnvoller Arbeitsauftrag an die KI lautet beispielsweise, aus dem bereitgestellten Material einen Ablaufentwurf zu erstellen und jede Aussage ihrer Quelle zuzuordnen. Fehlende Schritte sollen als Fragen erscheinen.
Auch eine zugeordnete Quelle muss geprüft werden. Der bloße Verweis beweist nicht, dass sie die Aussage tatsächlich trägt. Eine Zusammenfassung bleibt deshalb ein Entwurf.
Ein Fehlerbeispiel erkennen
Angenommen, eine Notiz sagt nur: „Bei unklaren Angaben Rücksprache halten.“ Ergänzt ein Entwurf daraus eigenständig eine Freigabe durch die Geschäftsführung, wurde eine Zuständigkeit erfunden. Im Übergabepaket muss stattdessen offen bleiben, wer die Rücksprache übernimmt und wann sie nötig ist.
Dieses Beispiel ist fiktiv. Es zeigt, worauf die Prüfung achten sollte, und beschreibt keinen gemessenen Fehler eines bestimmten Produkts.
Fachlich prüfen und gezielt erproben
Die zuständigen Personen vergleichen den Entwurf mit den Quellen und der Aufgabe. Entscheidungen, Ausnahmen und Rechte werden besonders sorgfältig behandelt. Danach prüft eine geeignete übernehmende Person einen vereinbarten Fall.
Erst dieser Arbeitsstand wird in die vorgesehene Ablage übernommen. Offene Fragen bleiben sichtbar. Eine automatische Einstufung als „verifiziert“ allein durch die KI wird nicht verwendet.
Auch die spätere Suche braucht Grenzen
Soll später ein Assistent auf das Material zugreifen, müssen Berechtigungen, Quellen und Aktualisierungen mitgeplant werden. Dass ein Text in einer Wissenssammlung liegt, macht ihn noch nicht für jeden Nutzer zugänglich oder für jeden Zweck geeignet.
Für den ersten Schritt kann ein geprüftes, bearbeitbares Übergabedokument ausreichen. Die Entscheidung für einen Assistenten ist ein eigenes Vorhaben.